Portal Menü

Hof Brinkmann Wehmeier seit 1917 1 3 / 8

Hof Brinkmann Wehmeier seit 1917 1
Auch die drei Hiddentruper Höfe (Wehmeier/Brinkmann, Beining, Wiemann), die etwas abgetrennt von den Höfen in Hörste lagen, zählen zu den ältesten im Ort.
Von ihnen nimmt der Hof Wehmeier, der seit ungefähr den fünfziger Jahren Wehmeier heißt, davor einige Jahrzehnte lang Hof Homeier, davor für lange Zeit Hof Brinkmann, noch einmal eine herausgehobene Stellung ein. Im Zusammenhang mit zu entrichtenden Abgaben wurde er erstmals 1259 erwähnt (allerdings damals ohne ausdrückliche Namensnennung). Er war der größte Hof von diesen dreien. Später ging er ins Eigentum des Klosters Marienfeld über. Er lag an privilegierter Stelle, nämlich direkt an der Kreuzung zweier bedeutender Handelswege, einmal dem Verbindungsweg zwischen Bielefeld und Detmold, heute immer noch als „Hellweg“ bekannt und benannt, und zweitens am „Frankfurter Weg“, dem Handelsweg zwischen Bremen und Frankfurt. Dieser Weg führte direkt am Hof vorbei und dann weiter über die heutige Quellenstraße in Hörste zur Dörenschlucht in Augustdorf. Diese „Schlucht“ war neben der Stapelager Schlucht in dieser Gegend der einzige Durchgang über den Teutoburger Wald und dann durch die Senne Richtung Paderborn.
Als letzter Hof vor der Fahrt durch die unbesiedelte Senne bot er sich als Quartiergasthof an. Daher hatte der Hof Brinkmann damals die Krugrechte und durfte damit Bier brauen und ausschenken und Branntwein brennen und ausschenken. Die Krugrechte liefen allerdings wahrscheinlich nur bis 1792, weil sie dem Hof Brinkmann von den Hörster Krügern Ostmann und Mellies streitig gemacht wurden.

1259 1913 1917 Brinkmann Frankfurter Weg Hellweg Hof Brinkmann Hof Wehmeier Höfe Höfe in Hörste Hörster Höfe Iutspann Krugrechte Wehmeier