Stapel Panzer 24.12.2016 2 / 8

Stapel Panzer 24.12.2016
Dazu gehörten beispielsweise auch Schießübungen und Manöver. Viele Ältere werden sich noch erinnern, dass in den Nachkriegsjahren englische Truppen ins Dorf einzogen, auf Bauernhöfen oder in Waldgebieten ihre Tarnnetze spannten und einige Tage blieben. Nachdem die erste Scheu verflogen war, konnten sich die Kinder des Dorfes mit etwas Glück ein paar Süßigkeiten oder ein paar Dosen Corned Beef abholen und die englischen Lastkraftwagen und Panzer bestaunen.
Aber es gab eben auch die Schießübungen. Von Staumühle aus schossen die Engländer mit Langrohrgeschützen über das bewohnte Augustdorf hinweg in den Stapel, das Truppenübungsgebiet, das die Engländer "Orne" nannten und das damals (bis 1970) noch zur Gemeinde Hörste gehörte. Dort hatten sie ein paar rostige Panzer stationiert, die als Ziele dienten. Die Engländer beanspruchten ein Gebiet, das über den Teutoburger Wald hinaus reichte bis an die ersten Häuser von Hörste. Hier waren beispielsweise auch noch das Freibad und die umliegenden Pensionen betroffen.

Wie es zu erwarten war, wurden bei den Schießübungen nicht immer die Panzer getroffen, sondern einige Granaten flogen sogar über den Hermannsberg bzw. die Stapelager Berge in Hörster Wohngebiet. Es ist nachgewiesen, dass beispielsweise bei Rebbe auf dem Weg zum Freibad und bei Schneider auf dem Heßkamp und in Stapelage Granaten eingeschlagen und explodiert sind - ca. 10 Jahre nach Ende des Krieges!

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