Freibad Hörste: 1950 bis 1960

Wir kommen zum nächsten Schritt in der Geschichte des Hörster Freibads, und zwar zu dem Freibad, an das die erste Nachkriegsgeneration, also die heute etwa 70-bis 80-Jährigen, sich vielleicht noch gut erinnert, selbst wenn sie nicht unbedingt zu den Freibadbegeisterten gehörte. Denn immerhin ging es ja aus der Volksschule an schönen Sommertagen manchmal überraschend statt des Unterrichts plötzlich in Zweierreihen und in Lehrerbegleitung zum Freibad zum Schwimmen. Hier konnte man z. B. auch die Frei- oder Fahrtenschwimmerprüfung machen. Der damalige Hausmeister der Volksschule, Herr St., war gleichzeitig auch Schwimmmeister im Freibad. Heute undenkbar, aber damals ging das alles irgendwie. Dieses Freibad war das mit dem Holzbalken als Trennung zwischen dem Schwimmer- und dem Nichtschwimmerbereich. Der Holzbalken war übrigens in Wahrheit ein Holzgerüst, das unten auf dem Boden auflag und durch das man bequem hindurchtauchen konnte, wie man auf dem ersten Foto („Freibad v. 1948 leer“) sieht. Dieses neue Freibad wurde 1948 erbaut und 1949 eingeweiht. [nachträglich eingebrachter Hinweis: Aus einem uns übermittelten alten Artikel der "Freien Presse" vom 29.4.1950 - siehe vorheriges Album - hat sich ergeben, dass das Freibad erst am 30.4. 1950 eingeweiht worden ist.] Es sollte das im ersten Teil erwähnte alte „Moorbad“ ablösen und hatte bis 1960/61 Bestand. „Den ersten Neubau des Freibades Hörste“, wie Alt-Bürgermeister Leopold Möller das in seinen Erinnerungen nannte, sah man damit allerdings nicht wirklich, wie wir aus dem ersten Teil bereits wissen. Aber es war doch das erste „richtige“ Freibad, mit Betonwänden und Treppeneinstiegen, an der Nordseite mit 3-m-Brett, mit zeitweilig sogar zwei 1-m-Brettern, mit Startblöcken und mit einer 50-m-Bahn. Die damaligen Umkleidekabinen standen vom Sprungturm aus gesehen rechts, also an der Westseite. Wie das Freibad damals „innen“ aussah, wird deutlich auf dem schon erwähnten Bild, das anlässlich des Baus des danach folgenden neuen Freibades ca. 1960 gemacht wurde und das Bad ohne Wasser zeigt (Foto 1). Hier sieht man das „Gerüst“ des alten Freibades von 1949/50. Eine eigene Sprunggrube gab es noch nicht. Den von Herrn Möller erwähnten „Boden mit Sandschüttung“ erkennt man auch nicht mehr genau. Es sieht eher so aus, als sei auch auf den Boden des alten Freibades von 1949/50 später nachträglich noch ein Betonboden eingegossen worden, der jetzt langsam zerbröckelte. Das ist aber nicht mehr ganz zu klären, da es nicht klar erkennbar ist. Aber nach „Sandaufschüttung“ sieht dieser Boden nicht aus.

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