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alter Laden Hörster Bruch Ende d. Fünfziger 2 1 / 2

alter Laden Hörster Bruch Ende d. Fünfziger 2
Neben verschiedenen anderen Läden (Kleidungsladen mit Zeitungsverkauf im Hause „Hörster Krug“, Fleischerfachgeschäft gegenüber, kleiner „Kramladen“ im „Lindenkrug“, Blumenladen, …) gab es in Hörste für längere Zeit zwei Lebensmittelläden, einmal Lebensmittelladen und Bäckerei Hommert im Ortskern und des Weiteren den Lebensmittelladen Fritz Walter (später Ehepaar Münter) am Hörster Bruch.
Ab 1960/61 lag der Lebensmittelladen Fritz Walter am Hörster Bruch (damals noch Bruchstraße) in der Nähe der Kreuzung mit der Quellenstraße bzw. der Friedrich-Bayer-Straße. Vorher, seit 1948, lag der Laden etwa 200-300 m weiter Richtung Ortskern, etwa in der Mitte zwischen Quellenstraße und Dienstweg.
Dieser Laden war typisch für einen Laden, den man als Tante Emma-Laden bezeichnen würde. Es gab dort so ziemlich alles, und das auf engem Raum. Vorn am Tresen stand ein Bonbonglas, in das die Kinder, wenn sie einkaufen kamen, auch mal hineingreifen durften. So etwas vergisst man nicht. Und es gab dort auch noch Zusatzdienste. Beispielsweise konnte man, wenn man geschlachtet und danach gewurstet hatte (so nannte sich das, wenn der Schlachter da gewesen war und hatte das geschlachtete Schwein zu Wurst verarbeitet), die mit Wurst gefüllten Dosen bringen und sie mit einem Deckel luftdicht verschließen lassen. Es gab eine Maschine, die den Deckel oben auf die Dosen setzte und die Dosen dann durch eine bestimmte Falztechnik luftdicht verschloss. Auch solche Dinge wurden in dem Laden noch mit erledigt – ganz nebenbei neben dem Verkauf von Lebensmitteln, Spirituosen, Waschmitteln, Porzellan, Kurzwaren und noch mehr.
Das Bild zeigt den Lebensmittelladen von Fritz Walter in den 50er-Jahren, vielleicht Mitte bis Ende der 50er-Jahre. Man sieht den Inhalt des Ladens und die Vielfalt der Auswahl am Inhalt der Schaufenster. Und ganz nebenbei sollte man auch einen Blick auf den wunderschönen alten gusseisernen Briefkasten werfen, der rechts an der Wand angebracht ist. Die Briefkästen waren damals so gearbeitet, dass man sich beim Einwerfen der Briefe den Deckel über dem Schlitz besser nicht auf die Hand fallen ließ, so schwer war der. Und damals wurden die Briefkästen auch noch ziemlich regelmäßig jeden Tag geleert … Vorn sieht man ein kleines Stück der damaligen "Bruchstraße" mit einem der vielen Straßenbäume, die die Straße fast alleeartig säumten.
1960/61 zog der Laden um in den Neubau 300 m weiter Richtung Kreuzung. Der alte Laden war einfach zu klein geworden.

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