Die Gründe für die Entstehung von Feldscheunen, ihre Funktion in der Landwirtschaft, die Besonderheiten der Bauformen, die Entstehung der Feldscheune in Stapelage und ihren Wiederaufbau im Museum in Detmold werden in sehr informativer, anschaulicher und verständlicher Form geschildert in dem Text von Hubertus Michels im „Freilichtmagazin“ 2008, den wir im vorherigen Beitrag erwähnt haben.
Wir würden ihn gern im Original hier veröffentlichen, geben ihn aber aus urheberrechtlichen Gründen sicherheitshalber nur in ausgewählten Abschnitten und gekürzt wieder:
1. Ausschnitt: Was ist eine Feldscheune?
„Der Name verrät es natürlich schon – das auffälligste Kennzeichen der Feldscheune ist ihr Standort weitab von der Hofstelle inmitten der Feldflur.
Was war aber ehemals der Grund für diese Standortwahl? (…) Sie kamen erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts auf und fanden ihre größte Verbreitung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dies hatte seine Ursache in einigen damals eingeführten Neuerungen in der Landwirtschaft. Die stärker werdende Mechanisierung, die Nutzung von Kunstdünger und verbesserte Anbau- und Feldbearbeitungsmethoden führten zu steigenden Ernteerträgen. Dies machte zusätzliche Lagergebäude notwendig. Es entstanden große Scheunen sowohl direkt auf den Hofstellen wie eben auch in der Feldflur.
Hof- und Feldscheunen erfüllten teilweise ähnliche Aufgaben, so etwa die Einlagerung von Heu und die Unterstellung von landwirtschaftlichem Gerät. In diesen Fällen stellten Feldscheunen vor allem eine Kapazitätserweiterung dar.
Ein Standort weit weg vom Hof machte sie aber auch für spezielle Zwecke nutzbar.
So wurde in ihnen vornehmlich ungedroschenes Getreide gelagert und auch das Dreschen selbst, das mit viel Staubentwicklung verbunden war, wurde lieber hier als direkt auf der Hofstelle ausgeführt. Eine andere Nutzung war das Einlagern von Stroh, und dies mit der klaren Zielsetzung, die Brandlast für die wertvolleren Hofgebäude durch Auslagerung in die Feldflur zu verringern.“ (Ausschnitt aus: Hubertus Michels, a.a.O., S. 56)
Wir würden ihn gern im Original hier veröffentlichen, geben ihn aber aus urheberrechtlichen Gründen sicherheitshalber nur in ausgewählten Abschnitten und gekürzt wieder:
1. Ausschnitt: Was ist eine Feldscheune?
„Der Name verrät es natürlich schon – das auffälligste Kennzeichen der Feldscheune ist ihr Standort weitab von der Hofstelle inmitten der Feldflur.
Was war aber ehemals der Grund für diese Standortwahl? (…) Sie kamen erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts auf und fanden ihre größte Verbreitung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Dies hatte seine Ursache in einigen damals eingeführten Neuerungen in der Landwirtschaft. Die stärker werdende Mechanisierung, die Nutzung von Kunstdünger und verbesserte Anbau- und Feldbearbeitungsmethoden führten zu steigenden Ernteerträgen. Dies machte zusätzliche Lagergebäude notwendig. Es entstanden große Scheunen sowohl direkt auf den Hofstellen wie eben auch in der Feldflur.
Hof- und Feldscheunen erfüllten teilweise ähnliche Aufgaben, so etwa die Einlagerung von Heu und die Unterstellung von landwirtschaftlichem Gerät. In diesen Fällen stellten Feldscheunen vor allem eine Kapazitätserweiterung dar.
Ein Standort weit weg vom Hof machte sie aber auch für spezielle Zwecke nutzbar.
So wurde in ihnen vornehmlich ungedroschenes Getreide gelagert und auch das Dreschen selbst, das mit viel Staubentwicklung verbunden war, wurde lieber hier als direkt auf der Hofstelle ausgeführt. Eine andere Nutzung war das Einlagern von Stroh, und dies mit der klaren Zielsetzung, die Brandlast für die wertvolleren Hofgebäude durch Auslagerung in die Feldflur zu verringern.“ (Ausschnitt aus: Hubertus Michels, a.a.O., S. 56)