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Feldscheune wiedererrichtet Museum 2 6 / 6

Feldscheune wiedererrichtet Museum  2
Die Feldscheune an der Billinghauser Straße wurde 1936 von dem damaligen Betreiber von Gut Stapelage Simon Heinrich Deerberg errichtet. Er war der Vater von Christian Deerberg, dem späteren langjährigen Betreiber des Gutes.
Für einen Hof von der Größe des Gutes Stapelage, einem ehemaligen Meierhof, war eine solche Feldscheune absolut normal und sicher auch nötig. Verwendet wurden sowohl Eichen- als auch Nadelholz. Die Nordseite zum Feld hin blieb zur besseren Nutzbarkeit komplett offen. Die Scheune diente am Anfang vor allem als Lager für ungedroschenes Stroh, das dann dort später auch gedroschen wurde („Strohberge- und Notscheune“). Die Entfernung zum Haupthof betrug ungefähr 500 m.
Ursprünglich hatte die Scheune eine Gesamtlänge von 35 m. Nach einem Sturm wurden 1992 große Teile des Gebäudes zerstört. Die Scheune wurde um ca. die Hälfte gekappt. Der Rest wurde aber durch die Hofbetreiber ordentlich in Schuss gehalten, so dass das (damalige) Freilichtmuseum, das schon länger nach einer Feldscheune Ausschau gehalten hatte und 2005 die Reste der Scheune entdeckte, sich zu einem Wiederaufbau entschloss.

Chronologie zur Translozierung und zum Wiederaufbau im Freilichtmuseum:
[„Translozierung“: Versetzung eines Gebäudes an einen anderen Ort]

August 2005 »Entdeckung« der Feldscheune
November 2005 Besichtigung und Prüfung für die Translozierung
März 2006 Übergabevertrag
März bis Mai 2006 Aufmaß und Dokumentation am alten Standort
Juni 2006 Abbau und Transport in das Museum
September bis November 2006 Restaurierung des Kernbaus von 1936 und Ergänzung auf das ursprüngliche Längenmaß
März 2007 Vorbereitung des Bauplatzes
April 2007 Wiederaufrichtung
27. April 2007 Richtfest
Sie erfüllt im Museum die typischen Standortmerkmale einer Feldscheune. Und sie ist in voller betrieblicher Nutzung und laut Aussage der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die tägliche Arbeit unverzichtbar.
[nach: Hubertus Michels, a.a.O., S. 63]
Für uns ist es schön zu wissen, dass die alte Feldscheune noch existiert und bis heute und hoffentlich noch für lange Zeit ihre Aufgaben erfüllt.

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