Heute beginnen wir mit einem schon bekannten Text: „De Rentnerbank“ („Die Rentnerbank“). Diese Fassung des Textes ist entnommen aus der Broschüre „Heimatkonferenz Hörste 2025“, in der die Ergebnisse der von dem Verein „leben in Hörste e.V.“ initiierten 3 Heimatkonferenzen dokumentiert werden. Dort findet sich zu dem plattdeutschen Text, den viele heute wahrscheinlich gar nicht mehr lesen können, auch noch eine „Übersetzung“. Um den Originalcharakter dieser Textsammlung ein wenig zu demonstrieren, drucken wir auch noch einen Auszug aus dem Originaltext von Paul Wiese mit ab (2. Bild).
Für diejenigen, die die Geschichte dieser Rentnerbank nicht oder nicht mehr so genau kennen, ein paar kurze Erläuterungen:
Mitten im Ortskern gegenüber vom „Hörster Krug“, wo heute ein renoviertes helles Wohnhaus steht (siehe 3. Foto!), in dem sich früher auch der Fleischerladen von Frau und Herrn Göldner befand, stand vorher ein rotes Backsteinhaus mit weißen Fenstern, das Haus Hunke, früher: Hörste Nr. 13 - übrigens eines der ältesten Häuser in Hörste, 1488 zum ersten Mal benannt (siehe 4. Foto!). Vor diesem Backsteinhaus unter einem riesigen alten Baum stand eine lange Bank. Auf dem anliegenden Foto (Foto 5) sieht man, dass dort sieben Personen nebeneinander sitzen.
Diese Bank war wie geschaffen zum Palavern und Beobachten und Kommentieren. Und das geschah auch fleißig. Auch wenn dort keineswegs nur Rentnerinnen und Rentner saßen, erhielt sie nach kurzer Zeit den Spitznamen „Rentnerbank“. Zusätzlich erhielt sie im Volksmund nach einiger Zeit den Spitznamen „Hauptwache“. Die eigentliche Hauptwache in Frankfurt diente bekanntlich in früheren Zeiten auch als Wachlokal, z. B. für die preußische Armee, von wo aus die Umgebung beobachtet und bewacht wurde. Und so passte der Name für die Rentnerbank in Hörste schon ganz gut…
Über diese Rentnerbank im Zentrum von Hörste hat Paul Wiese ein Gedicht geschrieben – ein bisschen ironisch-spöttisch, aber doch liebevoll. Viel Vergnügen damit!
Lesehinweis: Ganz am Schluss erscheint der Text noch einmal als PDF-Datei (Foto 6). Wer den Text auf dem ersten Bild als TIF-Datei nicht genügend vergrößert bekommen sollte, kann es hier mit der PDF-Datei noch einmal versuchen.